Geschichte des Skispringens


sprungstil1900
sprungstil1900

Skispringen gehört zu den ältesten Sportarten der Welt und hat seinen Ursprung in Norwegen. Im 18. Jahrhundert nutzten hier norwegische Bergbauern bei Abfahrten kleine Hügel für Sprungeinlagen. Sie entwickelten Material und Technik weiter und legten den Grundstein für den modernen Skilauf in den Bereichen Nordisch und Alpin. 1796 berichtete Cornelius de Jong, ein holländischer Seeoffizier, über norwegische Sportsoldaten die über Holzhaufen und Scheunendächer sprangen.

1875 fand der erste größere jährlich ausgetragene Skisprungwettkampf auf dem Husebybakken in Oslo statt. Bereits 1890 wurden die Wettkämpfe auf dem Husebybakken aufgrund von Tauwetter und schlechten Schneebedingungen verschoben, zudem konnte die Schanzenanlage dem großen Ansturm an Besuchern nicht mehr stand halten. Man zog zum Holmenkollenaasen, einer bewaldeten Anhöhe nördlich von Oslo. Hier wurden 1892 die ersten Holmenkollen-Festspiele durchgeführt. Damaliger Sprungsieger war Arne Ustvedt.

Ende des 19. Jahrhunderts gewann die neue nordische Disziplin deutlich an Bedeutung und verbreitete sich schnell über die gesamte Erdkugel. Die Brüder Hemmesveit, Sondie Nordheim und Karl Hovelsen wanderten nach Amerika aus und gründeten dort Skiclubs. Zur selben Zeit entstanden auch in Deutschland die ersten Vereine. Seit den ersten Olympischen Winterspielen 1924 gehört Skispringen zum olympischen Programm. Der Bewerb fand damals in Chamonix (FRA) statt. Der erste Olympiasieger war mit Jakub Tullin-Thans selbstverständlich ein Norweger. Die deutsche Mannschaft war von den ersten Winterspielen ausgeschlossen, da es als Verursacher des ersten Weltkrieges galt. 1935 wurde die erste Skiflugschanze im Planicia-Tal in Slowenien gebaut. Ab 1950 wurden dann auch in Oberstdorf (GER), Vikersund (NOR), Ironwood (USA) und Harrachov (CZE) Flugschanzen gebaut.

In den dreißiger Jahren war Birger Ruud einer der herausragenden Springer seiner Zeit. Der zweifache Olympiasieger von 1932 und 1936 und dreifacher Weltmeister zwischen 1931 und 1937 sprang mit starkem Hüftknick und rudernden Armen. Die  Flugtechnik Ruuds ging als "Kongsberger-Stil " in die Skigeschichte ein. Mit dem Neujahrsspringen von 1953 in Garmisch-Partenkirchen wurde die bis heute bestehende deutsch-österreichische Vier-Schanzen-Tournee ins Leben gerufen. Sieger war Sepp Bradl.

Bei den Olympischen Spielen 1960 in Squaw Valley holte Helmut Recknagel als erster Deutscher olympisches Gold. 1964 wurde das Springen von der Großschanze in das olympische Programm aufgenommen. Acht Jahre später wurde die erste Skiflug- Weltmeisterschaft im slowenischen Planica ausgetragen.
In der Saison 1979/1980 folgte dann die Einführung des Weltcups. Erster Gesamtweltcupsieger wurde Hubert Neuper aus Österreich. Zusätzlich gibt es seit 1993 den Continentalcup.

Die letzte große Änderung im Sprungstil geschah im Jahr 1987 durch den Schweden Jan Boklöv. Er bildete mit den Skiern während der Flugphase ein V und erreichte so einen besseren Auftrieb und konnte größere Weiten erzielen. Zu Beginn konnte Boklöv damit zwar keinen Vorteil erzielen, da er von den Wertungsrichtern beträchtliche Abzüge erhielt. Als er jedoch 1988/89 den Gesamtweltcup gewann, stiegen nach und nach alle Springer auf den neuen Stil um.

In der Saison 1990/1991 wurde eine Qualifikation ein zuführt um das große Starterfeld zu verkleinern. So kam es dazu, dass nur noch 50 Athleten am 1. Durchgang teilnehmen durften.

58 Jahre nachdem Sepp Bradl den erste Sprung über 100 Meter stand, flog sein Landsmann Andreas Goldberger, am 17. März 1994 in Planica als erster Springer über 200 Meter. Als offizieller Rekord zählt seine Weite jedoch nicht, da er den Sprung nicht stehen konnte. Der erste Flug über die 200 Meter Marke gelang damit offiziell dem Finnen Toni Nieminen der im selben Wettkampf auf 203 Meter flog.

Noch heute zählt Skispringen zu den beliebtesten Wintersportarten. Besonders im hohen Norden gibt es eine große Faszination für den Sport.

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COC-Men 2010

1. Stoch, Kamil 480
2.
Strolz, Andreas 326
3. Hula, Stefan 255
4. Kubacki, Dawid 170
5. Unterberger, David 148
6. Kot, Maciej 145
6. Tepes, Jurij 145
8. Mietus, Krzysztof 144
9. Eggenhofer, Markus 112
10. Schoft, Felix 108

COC-Ladies 2009/10

1. Iraschko, Daniela 1644
2. Graessler, Ulrike
1307
3. Sagen, Anette
1152
4. Logar, Eva
632
5. Faisst, Melanie
552
6. Hendrickson, Sarah
524
7. Jahr, Line
517
8. Vogt, Carina
441
9. Johnson, Alissa
419
10. Seifriedsberger, Jacqueline
404

Weltcup 2009/2010

1 Ammann, Simon 1649
2 Schlierenzauer, Gregor 1368
3 Morgenstern, Thomas 944
4 Kofler, Andreas 893
5 Malysz, Adam 842
6 Loitzl, Wolfgang 760
7 Jacobsen, Anders 557
8 Koch, Martin 545
9 Romoeren, Bjoern Einar 517
10 Kranjec, Robert 503

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