Die Schanze

planicaschanze
planicaschanze

Keine Skisprungschanze gleicht der anderen. Denn jede Anlage hat ihre eigenen Besonderheiten und Tücken. Bei einer Sprungschanze ist die Geometrie (Länge, Höhe und Neigung des Schanzentisches, Radius und Neigung des Aufsprungbereichs) dafür verantwortlich, welche Weite theoretisch gesprungen werden kann. In der Praxis kommen noch die Anlaufgeschwindigkeit, die Länge des Anlaufs und die Windverhältnisse hinzu.

Aufbau einer Schanze
Eine Skisprungschanze besteht aus: Anlauf, Schanzentisch, Aufsprungbahn und Auslauf.

Der Anlauf ist auf einem künstlichen Turm oder direkt am Berghang  errichtet . Ist der Anlauf am Berghang errichtet, spricht man von einer Naturschanze. Die Anlauflänge kann durch verschieben der Luke variiert werden. Die Länge des Anlaufs bestimmt die Geschwindigkeit des Springers beim Absprung. Mit der Wahl der Luke kann die Jury das Tempo des Springers kontrollieren und so zu weite Sprünge vermeiden. Als Schanzentisch wird der Bereich der Schanze bezeichnet, in dem der Absprung des Springers erfolgt. Den Bereich in dem die Landung geschieht, bezeichnet man als Aufsprungbahn oder auch Aufsprunghügel. In der Nähe des Schanzentisches ist sie konvex und weiter zum Auslauf hin konkav gekrümmt. Den Übergang zwischen den beiden Krümmungen bezeichnet man als K-Punkt (kritischer Punkt, Konstruktionspunkt oder Kalkulationspunkt). Wenn der K-Punkt  übersprungen wird, erfolgt der Aufsprung in flacher werdendem Gelände und wird dadurch schwieriger. Der Auslauf dient dazu, die hohe Geschwindigkeit abzubremsen. Seit Sommer 2004 wird die Größe einer Sprungschanze durch den Hillsize (kurz: HS) angegeben. Der Hillsize ist der Punkt im Auslauf, an dem dieser einen Neigungswinkel von 32° besitzt. Er wurde eingeführt, um die Schanzengröße besser bezeichnen zu können. Häufig entspricht der Hillsize der Juryweite bei den Bewerben. Die Punkte werden jedoch auch weiterhin am K-Punkt festgemacht.

Größeneinteilung
Da die Schanzen eine unterschiedliche Größe besitzen, werden sie abhängig von der Größe in verschiedene Klassen eingeteilt.
Diese sind:

Kleine Schanze:   K-Punkt liegt bei 20-45 m
Mittlere Schanze:  K-Punkt liegt bei 46-74 m
Normalschanze:   K-Punkt liegt bei 75-99 m 
Großschanze:       K-Punkt liegt bei 100-120 m
Flugschanze:        K-Punkt liegt bei 145-185 m

Im Weltcup springt man heutzutage fast nur noch auf Großschanzen, einige Weltcupspringen werden jedoch auf Flugschanzen und Normalschanzen ausgetragen. Ein Ereignis in jeder Saison auf einer Skiflugschanze ausgetragen wird, ist Planica als Saisonabschluss. Auf der ganzen Welt gibt es momentan nur fünf Skiflugschanzen, von denen die Letalnica in Planica die größte ist.

Flugschanzen der Welt:

Letalnica in Planica (Slowenien), HS 215 m
Kulm in Tauplitz (Österreich), HS 200 m
Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf (Deutschland), HS 213 m
Čerťák in Harrachov (Tschechien), HS 205 m
Vikersundbakken in Vikersund (Norwegen), HS 207 m

Im Continentalcup und bei Wettbewerbe der Damen springt man überwiegend auf Normalschanzen.

Naturschanzen
Eine Naturschanze ist eine Skisprungschanze, die weder im Anlaufbereich (Sprungturm), noch im Aufsprungbereich durch Baumaßnamen ergänzt wurde. Eine Naturschanze ist zum Beispiel die Paul-Ausserleitner-Schanze in Bischofshofen und die Skiflugschanze am Kulm in Bad Mitterndorf.

Hill-Size
Der Begriff Hillsize wurde 2004 eingeführt, um die tatsächliche Größe einer Schanze so besser einschätzen zu können. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Schanzen nur aufgrund ihres K-Punktes in verschiedene Kategorien eingeteilt, was jedoch die wahre Größe der Schanzen für viele nur erahnen ließ. Die Hillsize wird an dem Punkt der Schanze festgelegt, an dem die Tangente des Landeradius 32 Grad beträgt. Häufig entspricht die Hillsize der Juryweite bei den Bewerben. Die Punkte werden jedoch auch weiterhin am K-Punkt festgemacht.




COC-Men 2010

1. Stoch, Kamil 480
2.
Strolz, Andreas 326
3. Hula, Stefan 255
4. Kubacki, Dawid 170
5. Unterberger, David 148
6. Kot, Maciej 145
6. Tepes, Jurij 145
8. Mietus, Krzysztof 144
9. Eggenhofer, Markus 112
10. Schoft, Felix 108

COC-Ladies 2009/10

1. Iraschko, Daniela 1644
2. Graessler, Ulrike
1307
3. Sagen, Anette
1152
4. Logar, Eva
632
5. Faisst, Melanie
552
6. Hendrickson, Sarah
524
7. Jahr, Line
517
8. Vogt, Carina
441
9. Johnson, Alissa
419
10. Seifriedsberger, Jacqueline
404

Weltcup 2009/2010

1 Ammann, Simon 1649
2 Schlierenzauer, Gregor 1368
3 Morgenstern, Thomas 944
4 Kofler, Andreas 893
5 Malysz, Adam 842
6 Loitzl, Wolfgang 760
7 Jacobsen, Anders 557
8 Koch, Martin 545
9 Romoeren, Bjoern Einar 517
10 Kranjec, Robert 503

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